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Defibrillator an Seilbahn-Talstation

Neuer Standort am Konrad-Adenauer-Ufer wurde offiziell vorgestellt

Auf dem Foto v.l.: Dr. med. Dennis Ritter (Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz), Jutta Klee (Ausbildungsbeauftragte DRK-Mittelrhein), Peter Magnus (Betriebsleiter Seilbahn Koblenz), Arnold Neuhaus (Rotary Club Koblenz), Leo Biewer (Aufsichtsratsvorsitzender DRK-Mittelrhein) und Eugen Nigsch (Geschäftsführer Seilbahn Koblenz).

Der Herzinfarkt zählt immer noch zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich ereignen sich hierzulande etwa 280.000 Infarkte, davon knapp 51.000 mit tödlichem Ausgang. Darunter etwa 30 Prozent, bei denen die Patienten noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes versterben. Diese gilt es mit einer schnell durchgeführten Reanimation zu retten. Möglich ist dies in Koblenz mithilfe von Defibrillatoren, die an sieben öffentlichen Plätzen für jedermann zugängig angebracht sind. Der neuste Standort an der Talstation am Konrad-Adenauer-Ufer wurde jetzt von allen Mitwirkenden offiziell vorgestellt.

„Wir sind sehr stolz auf die gute Kooperation, die zur Wahl dieses Standortes geführt hat“, sagt Leo Biewer, Aufsichtsratsvorsitzender des DRK-Mittelrhein. Beteiligt daran waren neben dem DRK-Mittelrhein auch der Rotary Club Koblenz, der sich um das Sponsoring des Gerätes gekümmert hat, das für die medizinische Betreuung zuständige Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz und die Seilbahn Koblenz.

Die Seilbahn Koblenz als zentral gelegene Touristenattraktion und viel genutztes Verkehrsmittel bietet an der Talstation den idealen Standort für die Anbringung eines Defibrillators. „Auch wenn wir hoffen, dass die Gerätschaft nie zum Einsatz kommen muss, sind wir froh, mit dem neu angebrachten Defibrillator für den Notfall vorbereitet zu sein.“, begründet Eugen Nigsch, Geschäftsführer der Seilbahn Koblenz, die Entscheidung zur Anbringung des Gerätes.

Ein weiterer Grund für die Wahl dieses Standortes ist jedoch auch der Vandalismus, der mit dem Gerät bislang betrieben wurde. „Dieser Defibrillator war zuvor auf dem Plan installiert“, sagt DRK-Ausbildungsbeauftragte Jutta Klee, „er wurde missbräuchlich jedoch so oft geöffnet, dass wir eine sichere Nutzung an diesem Standort nicht mehr gewährleisten konnten.“

Dabei ist die Anwendung des Defibrillators so einfach, dass im Notfall jeder zum Lebensretter werden kann: Durch eine Sprachansage im Gerät wird der Anwender schrittweise durch die Bedienung geführt. Wo die Kontakte auf dem Brustkorb des Patienten aufzukleben sind, wird mithilfe einer Bilderbeschreibung erklärt. Und falsch machen kann man mit dem Defibrillator ohnehin nichts: „Der Schock wird nur abgegeben, wenn ein Flimmern in der Herzmuskulatur vorliegt.“ Bis heute kam der Defibrillator in Koblenz erst einmal zum Einsatz - das jedoch mit Erfolg. Das war vor gut zwei Jahren auf der Festung Ehrenbreitstein.

Ganz neu an dem Standort an der Talstation ist, dass der Defibrillator, aufgrund der etwas niedrigeren Höhe in der Anbringung, auch von Rollstuhlfahrern bedient werden kann. In Deutschland gehört das noch längst nicht zum Standard und auch in Koblenz ist dies die erste bauliche Maßnahme dieser Art.

28. August 2017 16:10 Uhr. Alter: 22 Tage